Alles nun, was ihr wollt,
dass euch die Menschen tun,
sollt ebenso auch ihr ihnen tun;
denn das ist das Gesetz und die
Propheten.

Matth. 7,12

Wir sind Gäste des Daseins, Reisende zwischen zwei Stationen, zwischen Geburt und Tod. Wir kommen aus der Ewigkeit und kehren in diese zurück. Wir haben keine Erinnerung an das, was vor uns war und an das was danach kommen wird, glauben wir.

Unser Dasein ist eine vergängliche Realität. Wir haben weder auf das, was vor uns war, noch auf das, was nach uns sein wird irgendeinen Einfluss. Sehr wohl haben wir aber die Möglichkeit und sogar den Auftrag unser Leben nach bestimmten Regeln zu gestalten.

Die goldene Regel besagt: Du bist nicht allein auf dieser Erde. Um dich herum sind Lebewesen wie du! Kümmere dich, sorge für sie und du wirst sehen, das Leben auf dieser Erde bekommt eine andere, eine sinnerfüllende Qualität.

Wir haben eine christliche Lehre und einen Glauben. Die christliche Lehre ist für viele Kulturen über Jahrhunderte, ja sogar über Jahrtausende hinweg schon Inhalt ihres Handelns für ein friedvolles Miteinander gewesen, ohne es christlich genannt zu haben. Die christliche Lehre ist Handlungsanweisung für das Leben zwischen Geburt und Tod. Das was wir glauben, beginnt danach!
Kümmere dich um deinen Nächsten und um den Erhalt der Schöpfung. Ein Satz, den sicherlich viele gern unterschreiben. Aber ist es nicht allzu logisch, wenn wir uns um eine Schöpfung kümmern sollen, dass es da auch einen Schöpfer geben muss, der alles erschaffen hat.

Warum verstecken wir Christen uns!? Sind wir doch überzeugt, dass unsere Lehre für das Leben auf dieser Erde die einzig wahre ist. Dann lasst uns auch Zeugnis dafür ablegen und durch tägliches Vorleben andere davon überzeugen. Die meisten von uns hasten durch ihr Leben, im Streben ihre vergängliche Realität zu vergessen. Vielleicht fehlt uns, um zur Besinnung zu kommen, manchmal nur eine Insel der Ruhe im Fluss der Zeit. Ein Ort der Kontemplation, der inneren Einkehr, der Meditation, des Gebetes: Eine Kapelle!